WITHERSHIN "The Hungering Void" (2010)

1. Wherein I Exalt
2. The Hungering Void
3. Crossing The Treshold

(15:16/ Canonical Hours)

Endlich mal wieder eine Schwedentruppe, die sich kompetent durch die Botanik pflügt und mit Durchschlagskraft und Vehemenz ihren musikalischen Weg beschreitet. Das Quartett Nine, Hizon, Hex und Zek, heimisch in Stockholm, legt nach einer besinnlichen, melodisch-verspielten Einleitung brutal los, verlegt sich aber nicht auf stumpfes Prügeln, sondern beherrscht das Spiel mit sinistren Melodien und bösem Midtempo vorzüglich, wie das brutal-eingängige "Crossing The Treshold" beweist. Dominierend sind natürlich harsche Blastpassagen, die in Verbindung mit den klirrenden, sich im Gehör festbrennenden Leadgitarren teilweise etwas an Watain bzw. deren Brüder im Geiste Dissection erinnern, was allerdings auch an der Produktion liegen kann, welche im Necromorbus-Studio zusammengebrutzelt wurde, wo Watain ihre letzten Schandtaten verbrochen haben. Im Prinzip ist dies aber alles scheissegal, weil die drei Stücke auf "The Hungering Void" gewaltigen Appetit auf das nächste volle Album der Schweden entfachen. Eine kurze Attacke neuzeitlichen schwedischen Black Metals zwar, dafür aber einprägsam, hoch energetisch, voller musikalischer Boshaftigkeit und mit obskurer Atmosphäre versehen.

Line-Up: Nine (Gesang), Hizon (Gitarre), Hex (Bass) Zek (Schlagzeug)

8,5/ 10