WACHT/ ORDO INFANDORUM RITUUM OCCULTUS
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1. Wacht: Evolution of Destruction |
| 2. OIRO: Crawling Khaoz |
(8:46/ BergStolz)
Zwei Geschosse schweizerischen traditionellen Black Metals
auf dieser optisch äusserst schick und edel aufgemachten 7"-EP, die
eindeutig Liebhaber der ursprünglichen, ungestümen Form des Schwarzstahls
ansprechen sollen und auch ansprechen werden.
Zum Auftakt blasen Wacht, die selbsternannten Feinde der Moderne, nach
melodischer Eröffnung mit Vehemenz zum Frontalangriff. Die Aufnahme klingt
verwaschen und nach klassischer Mittneunziger-Prägung, verfehlt aber ihre
Wirkung mithilfe weniger, prägnanter Riffs, schwankend zwischen blankem Hass
und trotziger Missstimmung, keineswegs. Das hysterische Gekreische orientiert
sich nur bedingt an der Songstruktur von "Evolution Of Destruction",
das beinahe komplett durchgeprügelt und schlussendlich von einem feinen
Marschrhythmus beschossen wird, überzeugt aber mit maximalem
Intensitätsfaktor.
OIRO dagegen agieren fast schon in rockiger Manier, was sicherlich auch an der
Produktion liegt, bei der die Gitarren vollkommen zermatscht, der Bass aber voll
und punktiert klingt. "Crawling Khaoz" ist im Gegensatz zum Material
der Debüt-EP, auf der sich OIRO lupenreinem Ambient verschrieben hatten,
primitiv angehauchter Black Metal mit tief-knurrigem Gesang, griffigem Riffing,
punkigem Schlagzeugtakt und einer vollkommen fiesen Ausstrahlung, gepaart mit
fast schon Mitgröl-kompatiblen Einschüben und chaotischem Ende.
Die Zielgruppe dieser Split ist klar definiert. Alle anderen sollten davon auch
die Finger lassen.
Line-Up Wacht: Steynsberg (Gesang, Gitarre), Balder Var Herre
(Schlagzeug)
Line-Up OIRO: unbekannt
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