THORNIUM "Fides Luciferius" (2010)
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1. Mother Of Abominations |
| 2. Archetype Of Death | |
| 3. Son Of The Dragon | |
| 4. Qlyphothic Raptures | |
| 5. Pacta Conventa Daemoniorum | |
| 6. Fides Luciferius | |
| 7. The Void Of Choronzon | |
| 8. I Am Perfection | |
| 9. Virgin Destroyer Redeemer | |
| 10. I Am God |
(58:42/ Soulseller Records)
Ohne viel Aufhebens wird hier mehrheitlich geknüppelt, was das Zeug hält. Thornium aus Schweden waren bis dato ein unbeschriebenes Blatt, was auch damit zusammenhängen könnte, dass die Truppe eine geraume Weile auf Eis lag. Trotz dichter, klarer Produktion, hochstehender Arrangements und absolut vorhandenem Können fehlt "Fides Luciferius" ein wenig das Individuelle. Vor allem der Gesang erweist sich als relativ eintönig und krächzhustet im immer gleichen heiseren Jargon daher. Demgegenüber stehen die interessanten, mehrschichtigen Songstrukturen, die auch vor Bombast und Opulenz nicht haltmachen. Ausgesprochen packend gestaltet sich der Titelsong, der mit Atmosphäre und brillanten Gitarrenspielereien auftrumpft. Demgegenüber stehen die zahlreichen Abrissbirnen-Parts, die zwar kompetent umgesetzt sind und auch feine Schlagzeugfills enthalten, sich aber auch als beliebig austauschbar erweisen. Die starken Momenten, wie in "The Void Of Choronzon" haben Thornium dann, wenn sie sich auf majestätisches Midtempo inklusive der Black Metal-typischen schweren Melodik verlassen. "Fides Luciferius" ist handwerklich stark umgesetzt (man beachte den Chorus in "Virgin Destroyer Redeemer", wo das Tempo perfekt gedrosselt wird), enthält viele gelungene, inspirierte Ideen, einen Schlagzeuger, der in ICE-Tempo wütet, aber auch einige Längen und Belanglosigkeiten. Darum das Fazit: Gut, allerdings mit ordentlichem Spielraum nach oben.
Line-Up: Thyph (Gesang, Bass), Eligor (Gitarre), Ulverheim (Gitarre), Naberus (Schlagzeug)
7,7/ 10