THORNGOTH "Thelema Of Destruction" (2007)

1. Marching Order
2. The Nameless
3. Pentaklysm
4. Eternal Downfall
5. Der Übergang
6. Purgatory
7. Requiem Aeternam
8. Deity Of Malice
9. Consequence Of Hate
10. Son Of Damnation

(63:35/ Northern Silence Productions)

Es reift etwas heran! Bereits die Debüt-Demo-CD "Sigillum" wusste mir ausserordentlich zu gefallen, mit "Thelema Of Destrution", einem beinahe einstündigen Epos, wird die Marschroute von Thorngoth konsequent weiterbeschritten, allerdings ist das Liedgut noch um einiges packender ausgefallen. Zuweilen an Gruppen wie Todtgelichter oder Ewiges Reich erinnernd, haben Thorngoth im Grossen und Ganzen doch ihre Nische im eng gesteckten klassischen Black Metal-Rahmen gefunden. "Thelema Of Destruction" ist ein rohes Klangwerk geworden, düster, manchmal beklemmend, oftmals eine trostlose Stimmung verbreitend, vor allem aber eins, was essentiell ist: Durch und durch negativ. Unterstrichen vom sehr gelungenen Artwork, das die pessimistische Grundhaltung perfekt rüberbringt, ist das Album in sich absolut geschlossen. Heiserer, verschiedene Regionen des Stimmspektrums abgrabender Gesang über finster-kalten Riffs, die immer wieder mit eingängigen Läufen aufwarten, die einen guten Song zu einem starken, sehr guten Song werden lassen. Generell geht's hypnotisch gemächlich voran, Ausbrüche in hysterische Gefilde sind allerdings ebenso vorhanden. Einen Höhepunkt als solchen herauszuheben ist schwierig, wird doch durchgehend qualitativ hochstehende Kost geboten. Thorngoth steht für kalten, ursprünglichen, eigenständigen und emotionalen Black Metal, der bei diesem lästigen Sommerwetter ausserdem hervorragend als Abkühlung eingesetzt werden kann. Meine Empfehlung!

Line-Up: Akhorahil (Gesang, Synthesizer), Sorath (Gitarre, Synthesizer), Corpse (Bass), Grond (Schlagzeug)

8,6/ 10