SANCTUS DAEMONEON "N0thingless N0thingness" (EP) (2009)
|
|
1. Coma Tossing Elegance |
| 2. Carnival Of Pretend | |
| 3. The Great Escape | |
| 4. Zero | |
| 5. Destination Desolation |
(26:54/ Dunkelkunst)
Sehr schwierig, weil sehr spartanisches, sehr reduziertes Klangbild. Die Instrumentierung ist fast schon zaghaft, stetig unter der Oberfläche brodelnd, sich aber nie wirklich entladend. Psychedelisch, rockig und konfus, wie der Strudel, der das Cover von "N0thingless N0thingness" ziert. Irgendwie erinnern mich Sanctus Daemoneon auf vorliegender EP etwas an Neurosis in ihrer "The Eye Of Every Storm"-Phase. Hammond-Orgeln untermalen den heiseren Gesang, und auf schräge Art und Weise verströmt beispielsweise "Coma Tossing Elegance" etwas Beruhigendes, Chilliges, während spacige Industrial-light-Samples ihre Bahnen ziehen und die Gitarren nur gezupft werden. Düstere Lounge-Musik, der perfekte Soundtrack zur Endzeit. "Carnival Of Pretend", eine traurige Hymne von fast schon balladesker Natur mit bedrohlichem Unterton und psychotischen Synthies. "The Great Escape" lebt von schleppenden, schweren Riffs, einer scheinbar whiskeygetränkten Zunge und fast schon zynischen Melodien, doomig. "Zero", von ruppiger Eleganz, beinahe ausschliesslich elektronisch gehalten, Loops paaren sich mit Klaviergeklimper, und wieder gezupfte Cleangitarren, darüber hysterisches Geschrei. "Destiation Desolation" schliesslich braucht im Prinzip keine Erklärung, ist der vertonte Titel des Songs. Sehr schräge Musik, aber auch mit sehr grosser Wirkung und bizarrer Anmut.
Line-Up: Corso (Gesang), Cyrus Paice (Instrumente), Cates (Bass, Schlagzeug)
8,5/ 10