SAMMATH "Dodengang" (2006)
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1. To Hell (Intro) |
| 2. Ravager | |
| 3. Dodengang | |
| 4. Ashes To Ashes | |
| 5. Imminence War Death | |
| 6. Stalingrad | |
| 7. Oblivion | |
| 8. Merciless |
(45:37/ Folter Records)
Sammath sind eine Konstante im holländischen Untergrund und mir bereits seit einem Beitrag auf einem Sampler des mittlerweile leider verblichenen Ablaze Magazin bekannt. Extrem schroffes Geprügel mit eher sublimer Melodik ist an der Tagesordnung, unterbrochen von monströsem, gigantischem Mitdempo. Durch die extrem rohe Produktion kommt die Räudigkeit des Materials und die massive Ladung Hass und Wut optimal zur Geltung, auch wenn die Songstrukturen ab und an etwas chaotisch anmuten. Sammath sind ein ungeschliffener Rohdiamant, das heisere Gekrächze und die speziellen Leadgitarrenstrukturen - die ein Muster erkennen lassen - sind old-school as fuck, und zwischendurch lockern nette Kriegssamples das Gemetzel auf. Die Gitarren sind sehr matschig, passt aber hervorragend, und ein steter Wechsel zwischen Prügelei und gebremsten Parts sorgt für Abwechslung. Zeitweise wird eine wirklich sehr düstere Stimmung aufgebaut, auch bei den letzten beiden Songs, die eher langsameren Kalibers sind. "Dodengang" muss man als geschlossenes Ganzes betrachten, mit dem Titeltrack als brutalen Höhepunkt. Ein Ausfall ist weit und breit nicht auszumachen, hier regiert die alte Schule, umgesetzt mit maximaler Durchschlagskraft und ebensoviel Herzblut. Auch wenn den bewusst primitiv und teilweise stumpf gehaltenen Songs manchmal etwas die eigene Note fehlt, hier haben Sammath ein Langeisen brutalen Black Metals vorgelegt, das sich gewaschen hat und die nicht nur eingefleischten Szenegängern zu empfehlen ist.
Line-Up: Jan Kruitwagen (Gesang, Gitarre, Bass), Koos Bos (Schlagzeug)
7,9/ 10