O.I.R.O. "Cosmic Horror" (2011)

1. Cosmic Horror

(9:31/ BergStolz)

Der ominöse Ordo Infandorum Rituum Occultus eines namenlosen Unbekannten geistert schon seit einer geraumen Weile durch die extreme Musiklandschaft der Schweiz. Auf der Debütveröffentlichung widmete man sich mysteriösem Ambient, eine Split mit Wacht knallte dem irritierten Hörer dann plötzlich basischen Black Metal vor den Latz, und auf der edel aufgemachten neuen EP "Cosmic Horror" begibt man sich wieder auf den Pfad schwer beschreibbarer Geräuschkulissen, dominiert von maschinell anmutendem, vor dem inneren Auge Endzeitszenarios generierendem Rauschen und kehligem, rituellem Sprechsingsang. "Cosmic Horror" verströmt eine gleichermassen unruhige wie beunruhigende Atmosphäre, durchbrochen von schrillen Schreien wie in Hysterie, dann wieder taucht eindringliches Geflüster auf, dann besessenes, inbrünstiges Schreien und schlussendlich fast schon groteskes, einlullendes mehrstimmiges Gesinge - alles vor der schwarzen Kulisse verschlingender disharmonischer Geräuschcollagen. Der passend betitelte horrorähnliche Trip agiert jenseits von Zeit und Raum, entzieht sich jeder Kategorisierung und somit folgerichtig auch jeder aussagekräftigen Beurteilung.

Line-Up: Unbekannt

Keine Bewertung