NUNFUCKRITUAL "In Bondage To The Serpent" (2011)

1. Theotokos
2. Komodo Dragon, Mother Queen
3. Christotokos
4. Cursed Virgin, Pregnant Whore
5. Parthenogen
6. In Bondage To The Serpent

(44:45/ Debemur Morti Productions)

Ein ziemlich illustrer Haufen hat sich unter dem zugegebenermassen nicht ganz so illustren Namen Nunfuckritual zusammengefunden, um gemeinsam dem schleppenden, grossflächigen, zähen und repetitiven Black Metal zu huldigen. Die 6 allesamt getragenen Stücke leiden etwas unter dem gleichförmigen Gesang, was sich allerdings bei "Komodo Dragon, Mother Queen" kurzzeitig ändert, da Attila Csihar den Song mit seinem unnachahmlichen Organ veredelt. Ansonsten dominiert eine sehr schwere, sehr finstere, düstere Grundstimmung, der etwas verwaschene Klang der Produktion sorgt für ambientes Feeling, was noch durch zahlreiche Effekte, Samples und anderweitige Collagen verstärkt wird. Trotz sehr intensiver Momente wie in "Christotokos", wo eine Orgel für ergreifende sakrale Atmosphäre sorgt, bleibt "In Bondage To The Serpent" mehrheitlich gleichförmig und spannungsarm, trotz guter Voraussetzungen. Frostklirrende, bitterböse Riffs wie in "Cursed Virgin, Pregnant Whore" sind zwar stark, aber schon zigmal gehört, zudem fehlt der kathartische Ausbruch, das finale Kippen ins Aussergewöhnliche, Mitreissende. Alles in allem eine durchwachsene Angelegenheit, zumal auch das Manga-artige Cover nicht gerade Begeisterungsstürme auszulösen vermag. Knapp gut.

Line-Up: Espen T. Hangard (Gesang, Effekte, Keyboard), Teloch (Gitarre), Dan Lilker (Bass), Andreas Jonsson (Schlagzeug)

7/ 10