NEIGE & NOIRCEUR "L'Abîme des Jours, L'Écume Des Nuits" (2010)
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1. L'Abîme Des Jours, L'Écume Des Nuits |
| 2. Loin des Hommes, Prêt des Bêtes |
(38:09/ Kunsthauch)
Mit Black Metal hat Neige & Noirceur eigentlich nur teilweise zu tun. Im Prinzip ist die Musik eine einzige Klangcollage, ein diffuser, wabernder Sumpf von dunkler, psychotischer, ja fremder Gestalt. Ein Quell der Finsternis, mit bizarren Elementen ausgestattet. Zähflüssiger Ambient, hasserfüllte Schwarzmetall-Ausbrüche, dumpf produziert. Dramatische, epische Keyboard-Teppiche, leicht an alte Limbonic Art erinnernd, dann wieder böses, aber dunkelmelodisches Geschredder, Erhabenheit, 90er Black-Metal-Gewand, dann wieder schrille Synthies. Es folgen oberflächlich beruhigende, im Kern aber verstörende Parts, bestehend aus sanften Akustikgitarren, Gewisper und Windgebläse. Der Gesang ist generell mehr ein unterschwelliges Blubbern denn ein vollwertiger Bestandteil der Musik. Schauderhaft schöne Melodien tauchen aus dem Nichts auf und versinken wieder. "L'Abîme des Jours, L'Écume Des Nuits" ist ein herrlich abgründiger Trip mit Suchtpotential. Schade, dass Track No.2 eine reine Ambient-Nummer ist, die das Intensitätslevel des Titeltracks zu keiner Zeit erreicht.
Line-Up: Zifond (alles)
8,3/ 10