METAL MESSAGE VOL. 2 (Sampler)

1. Tyrant: Fallen Angel Of Plague
2. Unlight: Fukked By The Devil
3. Weird Fate: Schmach
4. Knowhere: April 14th, 9:45 a.m.
5. Wolfchant: Clan Of Cross
6. Suffering Souls: Escape Into A World Of Dreams
7. Convergence: Clockwork Paradise
8. Schattendasein: Im Abglanz Der Wälder
9. Nebelhorn: Asgard
10. Odroerir: Odroerir
11. Horn: Die Schaenke Tief Im Laubwald
12. Klabautamann: The River
13. Baltak: World Burning
14. Black Messiah: Feld Der Ehre

(74:31/ Metal Message)

Endlich ist er da, der zweite Teil der Sampler-Reihe aus dem Hause Metal Message. Und wie schon beim ersten Teil merkt man anhand der Gestaltung, der Aufmachung (das Cover stammt vom Schweden Kristian Wåhlin (Necrolord)) sowie natürlich der Bandauswahl, dass hier ein Echter Könner und Schätzer extremen Metals am Werke war. Und selbstverständlich regiert hier der Untergrund. Los geht der Reigen mit den Japanern Tyrant, die sich dem melodischen Black Metal à la alte Cradle Of Filth und Dimmu Borgir verschrieben haben, die deutsch-schweizerische Vereinigung Unlight prügelt sich durch die rohe Granate "Fukked By The Devil", während bei Weird Fate gemächlicheres Tempo sowie eine düstere Atmosphäre vorherrscht, verbunden mit einer sehr minimalistischen Produktion. Die Eidgenossen Knowhere bieten dann eingängigen Black Metal der alten Schule und überzeugen durch eine wirklich geile Melodie, die sich im Kopf des Hörers festkrallt, während es bei Wolfchant und ihrem treibenden, mit positiver Ausstrahlung versehenem Pagan Metal hymnisch und stolz vorangeht. Suffering Souls ist die erste (und einzige) Todesblei-Fraktion, welche sich dem schweren, mit tiefen Gitarren und ebenso tiefem Gesang ausgestatteten Death Metal widmet. Convergence ist die einzige Band, die nicht vollkommen überzeugt, da sie sich in einen Stilmix verrannt hat, den man nicht wirklich begreift. Schwarzmetallischer geht's mit Schattendasein weiter, kalt und hasserfüllt, bei Nebelhorn und "Asgard" ebenso, hier regiert der pure Idealismus. Odroerir überzeugen dann mit ihrem sehr eigenständigen, hymnischen Pagan Metal mit melancholischem Einschlag und sehr passendem Frauengesang, während beim Ein-Mann-Projekt Horn die Natur mittels spartanischem, mit gefühlvollem Klargesang versehenem Black Metal gepriesen wird. Klabautamann sind ungestüm und aggressiv, simpel, aber effektiv, und bei Baltak und ihrem chaotischen Black Metal wütet mit Gorgoroth zweifellos einer der hysterischsten und kränksten Kreischer hinter dem Mikro, dessen Organ zwar Geschmackssache ist, auf jeden Fall aber äusserst intensiv rüberkommt. Abgeschlossen wird "Metal Message 2" durch "Feld der Ehre" von Black Messiah, eine getragene, melancholische und sehr sphärisch-melodische Hymne in der Schnittmenge aus Pagan und Black Metal mit einem Schüsschen Folk.
Man darf Markus Eck zweifellos attestieren, alles richtig gemacht zu haben, und dieser Sampler ist definitiv in keiner Sammlung fehl und dürfte so manche Autostunde viel erträglicher machen. Hervorragend!
PS: Der dritte Teil erscheint Mitte des nächsten Jahres...

Keine Bewertung