MALLEUS MALEFICARUM "Nothing Left To Fight For" (2006)
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1. Introduction |
| 2. Délivrance | |
| 3. Malleus Maleficarum | |
| 4. Les Traces | |
| 5. Les Vestiges De Mon Amertume (Instrumental) | |
| 6. Ecorchés | |
| 7. Le Vice Comme Volonté... | |
| 8. ...La Perversion Comme Représentation | |
| 9. Deviant | |
| 10. Nothing Left To Fight For |
(53:46/ Aura Mystique)
Eine weitere Band aus Frankreich, die nicht erst seit gestern am Start ist. Wie diverse Landsmänner-Formationen gehen auch Malleus Maleficarum in Richtung industriell angehauchten Schwarzmetalls mit elektronischen Einflüssen. Dabei geht das Trio durchaus melodisch und songorientiert zu Werke und nicht allzu technisch vor, behält aber trotzdem ein gewisses Mass an musikalischer Brutalität bei. Ein Schuss Industrial-Finsternis, beklemmend und kalt, fehlt genauso wenig wie düstere, Endzeit-Visionen heraufbeschwörende Momente wie das klasse Instrumental "Les Vestiges De Mon Amertume". Speziell zu gefallen weiss neben dem keifenden Gegeifer auch der spezielle, nicht typisch verzerrte Gitarrensound, der Songs wie "Délivrance", "Les Traces" oder dem rockigen, teilweise getragenen "Ecorchés" eine ganz eigene Note verleiht. Da ich im Black Metal-Kontext ein Fan der französischen Sprache bin, haben Malleus Maleficarum sowieso einen Stein im Brett bei mir. Während gewisse Gitarrenparts "typisch" französisch sind, gehen einige ein wenig in Richtung Marduk, und besonders die Läufe, bei denen der Bass parallel zur Gitarre spielt, geraten besonders intensiv und stark. Ein paar Effekte und Samples fehlen ebensowenig, wobei vor allem der extrem verzerrte Gesang im beinahe komplett elektronisch gehaltenen "...La Perversion Comme Représentation" sicherlich Geschmackssache ist, und während die Songs in der ersten Hälfte eher gerade auf den Punkt kommen, ufern sie mit höherer Spielzeit teilweise doch ein wenig aus, allerdings ohne sich irgendwie zu verzetteln. "Le Vice Comme Volonté" ist die hasserfüllteste Nummer, während der Titeltrack als sehr eigenständig und speziell durchgeht. Trotz dass die Songs ziemlich für sich alleine stehen können, tut man sich einen Gefallen, wenn man sich "Nothing Left To Fight For" am Stück gibt - es wirkt noch stimmiger und geschlossener als Ganzes.
Line-Up: Tamas (Gesang, Gitarre), Ahriman (Bass, Gesang), Nico (Schlagzeug)
7,8/ 10