TENEBRAE IN PERPETUUM/ KROHM "Split" (2010)
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Tenebrae In Perpetuum |
| 1. I | |
| 2. II | |
| 3. III | |
| Krohm | |
| 4. The Black Bridge | |
| 5. Toccato Dalla Deseccrazione | |
| 6. Sentinel Monoligh |
(42:45/ Debemur Morti)
Eine Split der gehobenen Klasse wird hier von Debemur Morti in die gierige
Meute geschmissen. Der Doppelangriff von Tenebrae In Perpetuum und Krohm, beides
italienischstammige Formationen, macht absolut Sinn, fabrizieren doch beide
eine ähnliche Version des Begriffs Black Metal.
Die Eröffnung liegt bei
Tenebrae In Perpetuum, welche ihre drei schlicht durchnummerierten Stücke als
Hommage an ihre musikalischen Vorbilder verstanden wissen wollen, und damit
dürfte vor allem Burzum gemeint sein, basieren doch alle drei Stücke auf
schweren, von hasserfüllten, eiskalten Melodien beherrschten sägenden Riffs,
mehrheitlich langsam und verzehrend gehalten. Es ist die Schule der zweiten
Welle des Black Metal, die hier Pate steht.
Die drei Songs von Krohm, inspiriert vom Heimatland des Künstlers, sind leider
bedeutend schwächer produziert worden als das Gebräu seines famosen "The
Hauting Presence"-Albums, verströmen aber die gleiche hoffnungslose, total
negative Stimmung. Und Numinas, der Antreiber hinter Krohm, ist nach wie vor
perfekt in der Lage, Atmosphären zu erzeugen, die in ihrer schwarzen Schönheit
richtiggehend weh tun. Perfektes Beispiel hierzu ist der Schluss von "The
Black Bridge" mit seinen unmenschlich singenden Gitarren, ein klassisches
Attribut Krohms, das immer wieder auftaucht. Grauschwarze Nebelschwaden im Geist
einer kurz vor dem Kollaps stehenden gepeinigten Seele, darbend in der
Hoffnungslosigkeit, versinkend. Krohm sind auf ihre Weise gleichermassen
gewalttätig wie fragil im Kern.
Schlussendlich ist es ein Duell auf hohem Niveau mit knappem Punktsieg für
Krohm.
Line-Up Tenebrae In Perpetuum: Atratus (Gesang,
Gitarre, Synths), Vidharr (Schlagzeug)
Line-Up Krohm: Numinas (alles)
8,6/ 10