HELVARIKUM "...und die Mystik des Winters" (2009)
|
|
1. Im weissen Gewand |
| 2. Traum im Trugpalast | |
| 3. ...und die Mystik des Winters | |
| 4. Ein Pfad, stets am Abgrund | |
| 5. Mythischer Hauch |
(39:13/ Eigenproduktion)
Mit stoischer Gelassenheit, die wohl Teil des Berner Naturell ist, schreitet Einzelkämpfer Hateahn unbeirrt seines Weges, verlässt den eingeschlagenen musikalischen Pfad zu keiner Sekunde, entwickelt sich aber von Veröffentlichung zu Veröffentlichung innerhalb des selbst gesteckten Rahmens weiter und verfeinert seine Ausdruckskraft um Nuancen. "...und die Mystik des Winters" ist bereits die fünfte Veröffentlichung aus dem Hause Helvarikum und trumpft mit der bis dato dichtesten und kräftigsten Produktion auf, die einem, dem Frontcover entsprechend, oftmals in einem mächtigen, kalten, jedoch auch erhabenen Wintersturm wähnen lässt. Zahlreiche Riffs zwischen Schwermut, Nachdenklich- und Besinnlichkeit, geschickt eingesetzte schöne Cleangitarren, dazu der knurrige Gesang, der den Hauch eines Erzählers besitzt und dem rohen, ursprünglichen Black Metal Konturen verleiht sind die Merkmale der vorliegenden CD. Das Tempo wurde im Vergleich zu älteren Werken teilweise deutlich angezogen, geschickt werden monotone, schleppende Parts in die Kompositionen eingeflochten. Der Beginn des überlangen Titelstücks wirkt etwas konfus, dafür entfacht der Song in der Folge seine totale Wirkung mit einem famosen Setherial-Gedächtnisriff. Feine Keyboardklänge, mehr angedeutet als durchgezogen, verleihen dem eindeutig von nordischen alten Bands inspirierten Black Metal einen Schuss Hymnenhaftigkeit. Eine gewohnt feine Angelegenheit.
Line-Up: Hateahn (alles)
8,3/ 10