HATRED DIVINE "Blindfolded Eyes" (2005)
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1. Beneath The Tides... (Intro) |
| 2. ...An Anchor's Rope Length From The Shore | |
| 3. Perpendicular Unafthomed Depths | |
| 4. Clouded In The Mist Of Passing Days | |
| 5. Beguiling Sirens In Eerie Silence | |
| 6. Sugar Plum Fairy (Instrumental) | |
| 7. Sorrowfields Under The Ravensun | |
| 8. Bitter Sweet Wine |
(36:39/ XV Records)
Bei Hatred Divine gibt's als erstes ein Déja-Vu, werkelt mit Schlagzeuger Svarrogh doch ein alter Bekannter, der dem einen oder anderen von der gleichnamigen Ein-Mann-Band bekannt sein sollte. Verwechslungen in Sachen musikalischer Ausdruckskraft sind allerdings ausgeschlossen, gehen doch Hatred Divine einen ganze anderen, vollkommen eigenständigen Weg. Ich denke, der Begriff progressiv dürfte hier angebracht sein. Auf jeden Fall braucht es Geduld und aufmerksames Zuhören - ist ja heutzutage nicht mehr alltäglich - bis sich einem "Blindfolded Eyes", das zweite Album des deutschen Fünfers, erschliesst und man die zahlreichen Wechsel und Details erfasst hat. Black Metal allein trifft's nicht als Beschreibung des Sounds von Hatred Divine, immer wieder machen sich Death Metal-Einflüsse bemerkbar, einige Parts sind Heavy Metal pur, und auch ein Schuss Klassik darf ab und an nicht fehlen, sowie eine ausgeprägte, abwechslungsreiche und versierte Rhythmik am Schlagzeug plus ein abwechslungsreiches und klug eingesetztes Tasteninstrument. Die Produktion könnte zwar etwas druckvoller ausgefallen sein, allerdings gewöhnt man sich mit fortlaufender Dauer von "Blindfolded Eyes" daran. Sehr lesenswert sind die Texte, denen durch Akatashs krächziges Organ sowie im abschliessenden, sehr epischen "Bitter Sweet Wine" durch Ethneas klingende Stimme Ausdruck verliehen wird. Hatred Divine in einem Atemzug mit einer Band wie Hidden In The Fog zu nennen dürfte sicherlich nicht verkehrt sein, allerdings gehen Hatred Divine bei weitem nicht so frickelig und abgefahren zu Werke, im Mittelpunkt steht stets der Song. Aber das reicht vollkommen, wenn dabei Ergüsse wie das überragende "...An Anchor's Rope Length From The Shore" oder das bereits zuvor erwähnte "Bitter Sweet Wine" entstehen. Der eine oder andere Durchhänger ist durchaus auch vorhanden, aber das Positive überwiegt eindeutig. Antesten!
Line-Up: Akatash (Gesang), Nidhögg (Lead Gitarre), Seth (Gitarre), Sakkak (Bass), Svarrogh (Schlagzeug), Ethnea (Gesang, Keyboard)
7,8/ 10