DEVAR "Alternate Endings" (2009)
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1 . The Siren |
| 2. H.M.H. | |
| 3. Cold Slither | |
| 4. Shadow Feline | |
| 5. Scourger | |
| 6. Black 6 | |
| 7. The Dirge | |
| 8. …Of My Dead Skull | |
| 9. Watch Them Fly |
(49:11/ Code666)
Jawoll, das ist Avantgarde! Im ersten Moment sperrig, krude, beinahe unhörbar, mit der Zeit aber langsam erfassbar in all seinen revolutionären Wesenszügen. "Alternate Endings" beginnt wie der skurrile Soundtrack einer bizarren Gruselgeschichte und entwickelt sich in der Folge zum grossen Mindfuck. Die musikalische Palette von Devar erstreckt sich von überragenden Black Metal-Blastgewittern über Alternative-Einschübe, Gothic- und Industrial-Versatzstücke bis hin zu System of A Down-mässigen locker-entspannten Abschnitten, und ein Schuss Type O Negative trieft auch durch das Soundgefüge. Die federführende Melodie geht trotz der vielschichtigen, komplexen Materie nie verloren, und hin und wieder fühlt man sich an die genialen Code erinnert, wenngleich weniger extrem. Der namensgebende Mann am Mikrofon ist in der Lage, mit seinem Organ sämtliche Lagen abzudecken, wenngleich sein Gesangsstil teilweise unter "Geschmackssache" zu verbuchen ist. Hochspannend gestalten sich Songs wie das geniale "Cold Slither", das traurig-melancholisch vor sich hinplätschernde und dann furios, beinahe kathartisch ausartende überlange "Scourger"" oder das ehe simple, groovig-treibende "...Of My Dead Skulll", und gegen Ende wird die auch mit einigen Loops aufgewertete Platte etwas entspannter und gemässigter. Sicherlich nicht jedermanns Sache, aber eine mutige, eigenständige und auf gewisse Weise innovative Scheibe für Über-den-Tellerrand-Schauer.
Line-Up: Devar (Gesang), Odland (Gitarre), Aadland (Gitarre), Ottoegil (Bass), Obdsaija (Schlagzeug)
8,5/ 10