COLD WHITE EMPIRE "Cold White Empire" (2009)
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(46:57/ Arcane Wisdom)
Das stimmungsvolle Cover von Cold White Empires selbstbetiteltem ersten Album deutet bereits mehr als dezent an, was den Hörer erwartet: Eiseskälte, Schneelandschaften, gedämpftes Licht, Naturgewalten, Schwerelosig- und Leblosigkeit. Dies alles vertont durch diffuse, zuweilen verstörende, dann wieder sehr beruhigende Klänge in der übergangslosen Schnittmenge aus Ambient und Drone, welche einem manchmal in die unendlichen Tiefen der See, dann wieder in entfernte Winkel des Weltalls und nicht zuletzt in die erbarmungslose Frostigkeit Antarktis zu entführen scheinen. Bedrohliche Abschnitte halten sich die Waage mit beinahe meditativen Teilen, und generell erscheint es mir faszinierend, wie frei diese Art von Musik ist, wie losgelöst von Raum und Zeit. Perfekt, um den Geist ausschalten und sich zurücklehnen zu können. Dabei bedient sich der Erschaffer, in diesem Falle Draugrym von Moonfrost, im Prinzip einfacher elektronischer Elemente, Klänge und Collagen und gliedert diese in einzelne Kapitel, wobei durchaus auch alle 13 Songs ein einziges Epos darstellen könnten, Grenzen spielen hier keine Rolle. Eine runde, stimmungsvolle und geschickt inszenierte Angelegenheit.
Line-Up: Draugrym (alles)
8/ 10