CHAOSFROST "Врата Пустоты"(2009)

1. Эра Древних
2. Гром Бесконечной Тьмы
3. Гимн Древним
4. Горящая Тень
5. Зов Темной Энергии
6. Врата Пустоты

(36:35/ Dunkelkunst)

Chaosfrost, eine weitere osteuropäische Band aus dem Hause Dunkelkunst, präsentiert ein komplett in Kyrillisch gehaltenes Album, weshalb ich weder vom Titel noch von den Songtexten einen blassen Schimmer habe. Das Album macht einen etwas verworrenen Eindruck. Die Stücke, welche mit Synths unterlegt wurden - wie „Гимн Древним“ - verströmen ein eigenes, spezielles Flair, das ganz deutlich im Black Metal der 90er verwurzelt ist. Der Opener „Эра Древних“ hingegen enthält ausschliesslich knochentrockene Gitarrenarbeit, die wie die gesamte Produktion komprimiert und zerdrückt klingt, die Aufnahme atmet nicht. Schade auch, dass der Gesang derart verfremdet wurde, an den tackernden Drumcomputer gewöhnt man sich hingegen. Im Verlauf von „Врата Пустоты“ vermögen sich Chaosfrost aber zu steigern, und hätte das Duo ein, zwei Stücke gestrichen und eine saubere EP herausgebracht, wäre der Gesamteindruck sicherlich positiver. Der vierte Song beispielsweise erinnert in musikalischer Hinsicht an Nokturnal Mortums Grosstat „Goat Horns“, abgesehen vom elektronisch verzerrten und nicht authentischen Gesang. Der abschliessende Elfminüter schliesslich ist zu grossen Teilen bester und fesselndster Ambient in Reinkultur, ehe er in das bekannte furiose Black Metal-Muster übergeht. Gut, aber hier wäre insgesamt mehr drin gewesen.

Line-Up: Mrak (Gesang, Gitarre, Bass), Grozz (Schlagzeug, Keyboard)

7/ 10