BLUT AUS NORD "777 - The Desanctification" (2011)
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1. Epitome VII |
| 2. Epitome VIII | |
| 3. Epitome IX | |
| 4. Epitome X | |
| 5. Epitome XI | |
| 6. Epitome XII | |
| 7. Epitome XIII |
(43:48/ Debemur Morti Productions)
Teil 2 der „777“-Trilogie der französischen
Ausnahmekünstler. Während „Sect(s)“ sich in äusserst sperriger,
teilweise fast schon abstossender Gestalt und mit vielen schnellen,
hektischen Parts präsentierte, ist
„The Desanctification“ im Verhältnis dazu ungleich eingängiger und in Sachen
Tempo entspannter geworden. Getragene Melodien, reduzierte Arrangements, luftige
Beats – die Atmosphäre ist zuweilen smooth und teilweise fast schon
Lounge-artig. Das harmonische Element wird jäh zerstört durch den
entmenschlichten und vollkommen unverständlichen Gesang sowie die klassische
Disharmonie in den Gitarren, mit der Blut Aus Nord seit einigen Alben arbeiten,
man höre beispielsweise „Epitome VIII“, wo zusätzlich schräge elektronische
Klänge auftauchen – ehe der Song eine Wende in die oben erwähnte Richtung nimmt
und mit traumhaften Melodiebögen von bitterschwerer Schönheit, ja Anmut glänzt,
verstärkt durch hymnischen Gesang. Hören, eintauchen, absinken. „Epitome X“
überrascht mit rockigem Auftakt und dichter Düsternis, die abermals von
fantastischen Melodien aufgehellt wird, die sich mit traumwandlerischer
Sicherheit in den Schädel bohren. Erhabener, majestätischer kann man einen Song
nicht gestalten. In „Epitome XII“ schliesslich macht sich transzendentale
Entrücktheit bemerkbar und der Song agiert dementsprechend auf ganz anderem
geistigen Level, lässt den Black Metal-Kosmos schrumpfen und erschafft
gleichzeitig eine vollkommen neue Sphäre. Auch die Produktion klingt insgesamt
wärmer, organischer. Veredelt wird dieses – abermalige – Meisterwerk wie beim
Vorgänger durch superbes Artwork, und allein durch selbiges stechen Blut Aus
Nord, das Chamäleon der französischen Szene, aus der Masse heraus. Man darf
ausserordentlich gespannt auf den dritten, finalen Teil der „777“-Trilogie sein.
Line-Up: Vindsval (Gesang, Gitarre), GhÖst (Bass), W.D. Feld (Schlagzeug, Keyboards, Electronics)
9,5/ 10