AU SACRE DES NUITS "Anti Humain" (2009)
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1. Le Prisme De Apollon Captivé |
| 2. La Pulsion Dévore | |
| 3. Avec Les Forces D'un Amour Inane | |
| 4. Sur Résilience | |
| 5. Faillite | |
| 6. Le Videment De Tout Les Sens |
(49:45/ Kunsthauch)
Kein Mensch, der ansatzweise glücklich ist, fabriziert so Etwas. Au Sacre Des Nuits darf man getrost auf etwa die selbe Stufe stellen wie die Selbstmordkandidaten von Xasthur oder Lifelover, wobei die musikalische Nähe eher bei letzteren gegeben ist. Wie mannigfaltig sich doch die menschlichen Abgründe präsentieren, die schwarzen Löcher der Psyche. Während andere sich allerdings in reinem Selbstmitleid ergehen, hat Necrophelinthron, der alleinige Initiant hinter diesem Projekt, noch eine gehörige Portion Hass in sich und scheut sich im Übrigen auch nicht vor schrägen Mitteln wie einem melancholischen Akkordeon, welches "Avec Les Forces D'un Amour Inane" beschliesst, um seinen Empfindungen Ausdruck zu verleihen. Das instrumentelle Zwischenspiel "Faillite" klingt mit seinen Chören und seinen Klavierklängen wie eine bittersüsse, zynische Serenade, ein heiles Trugbild vorgaukelnd. Eigentümlicher Klargesang hat auf "Anti Humain" ebenso seinen Platz wie ersticktes Geschrei, und viele Songs enthalten behutsame, anmutige Passagen, die schlussendlich in derber Schroffheit, gleich einem zersetzenden Wutanfall, enden. Unter den ganzen seelischen Narben verbergen sich aber auch Momente der Erholung, feine, teils akustische Melodien mit heilender Wirkung, die alsbald aber wieder erstickt werden von alles zermalmender Negativität. "Anti Humain" klingt so, wie es heisst: Verachtend allem Menschlichem gegenüber, am meisten dem eigenen Selbst.
Line-Up: Necrophelinthron (alles)
8,5/ 10