AD INFERNA "Trance'n'Dance" (2009)

1. Fade To Grey (Visage Cover)
2. Métamorphose
3. Rédemption
4. SM For SM
5. Suicide Girl
6. Transcender L'Extase
7. Vertige
8. You As My Own Drug
9. Vertige (Beborn Beton RMX)
10. Vertige (Combichrist "Nok" RMX)
11. Transcender L'Extase (Soman RMX)
12. Rédemption (Reaper "Bum Bum" RMX)

(54:51/ Skaldic Art)

Als nur bedingt Taste of Black-kompatibel erweist sich das ziemlich dämlich betitelte "Trance´n´Dance" von Ad Inferna. Man muss schon sehr aufgeschlossen sein, um der Mischung aus Elektro, Industrial, Dark Wave und Starkstrom-Gitarren etwas abzugewinnen; dann allerdings offenbaren sich einige lichte Momente, die sich die Waage halten mit reinen Techno-Abschnitten, die mehrheitlich gewaltig an den Nerven zerren. Überwiegend schippert die einstmals symphonischen Black Metal zockende Truppe aus Frankreich im puren EBM-Gewässern, aufgelockert mit einigen Rhythmus-Riff-Wänden, die stellenweise sogar an Rammstein erinnern, sich allerdings auf reines Geschrubbe beschränken und sämtliche Melodien dem Synthesizer und der Loop-Maschine überlassen. Stärkster Moment für meine intoleranten Ohren ist "Métamorphose", das zwischenzeitlich noch am deutlichsten zeigt, woher Ad Inferna ursprünglich kommen, dann allerdings auf Disco-Beat und Geträller umschwenkt.
Die Remixes, die als Bonus auf die Scheibe gepackt wurden, sind dann purer Elektro-/Trance-Rotz und dementsprechend unerträglich. Gesamthaft gesehen eher was für die Schwarzkittel-Fraktion, die sich an der örtlichen Gothic-Parte ins Delirium tanzt.

Line-Up: Asphodel (Gesang), Vicomte Vampyr Arkames (Gesang), Orias A (Gitarre, Keyboard, Effekte), Mr. Hyde (Bass, Effekte), V. N. Aboriim (Schlagzeug)

6/ 10